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When do I become part of the village – On belonging and (self-)dis_placement

Anthropology: Possibilities in a Polarised World

Bei der Konferenz der European Association of Social Anthropologists (EASA) „Anthropology: Possibilities in a Polarised Word“ an der Adam Mickiewicz University in Poznań, Polen (21.–24. Juli 2026) hielten Marion Näser-Lather und Liv Ohlsen (Universität Innsbruck) einen Vortrag zum Thema „When do I become part of the village?“.

Mit dem Beitrag hat das Team der Empirischen Kulturwissenschaft erstmals empirische Ergebnisse aus dem Forschungszusammenhang von YouReACT vorgestellt. 
Die Feldorte „Bergdorf“ und „Meerland“ zeigen, dass sich Handlungsfähigkeit und Zugehörigkeit in dörflichen Kontexten durch Hierarchien und ortspezifische soziale Kategorien formen, diese jedoch situationsbedingt entstehen können und biografischen Veränderungen unterliegen. Dabei ist u.a. die Unterscheidung zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen relevant, die mancher Orts den Zugang zu traditionellen Vereinigungen prägen. Auch Erzählungen über familiäre Wurzeln und lokale Netzwerke zeigen wie sich ortsgebundenes Kapital bilden kann.  

Am Ende steht die Frage, wer zum Beispiel vor Ort bedeutungsvolle Rituale wie Tanzen oder das Spielen traditioneller Musik ausüben darf?
Die Teilhabe wird dadurch ausgehandelt, dass Personen als Zugehörige anerkannt werden und Zugang zu Räumen erhalten, die auch als politisch gelten. Hier zeigt sich, dass etablierte Jugendliche in der Regel einen leichteren Zugang zu lokalen Netzwerken haben als Neuankömmlinge oder als „Anders“ Angesehene, die wiederum oft erst ihre Legitimität unter Beweis stellen müssen.